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| Festsitzende
Schraube 7-Oct-1998/Alois HAHN |
Inbus Wurmschrauben werden beim Heli an vielen Stellen verwendet. Beispielsweise werden damit Kegelräder im Haupt- und Heckrotor Getriebe fixiert. Zur Sicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen wird eine wiederlösbare Schraubsicherung (z.B. blaues Loctite) verwendet.
Wer schon versucht hat so eine Schraube wieder zu lösen kann feststellen, daß dies mitunter ganz schön schwierig sein kann und im schlimmsten Fall dreht sogar der Sechskantschlüssel durch.
In solchen Fällen wende ich immer einen kleinen Trick an. Der Inbus Sechskantschlüssel wird mit einem Feuerzeug erhitzt, dann wird der heiße Schlüssel sofort angesetzt und ein leichter Druck ausgeübt. Nach ein paar Sekunden ist die Wurmschraube erwärmt und löst sich fast wie von selbst.
Tip von Harald Schappacher:
Sollte wirklich der 1,5mm durchdrehen gibt's einen 1/16" Sechskant,
hat also demnach 25,4mm / 16 = 1,5875mm, dann geht er ev. auf.
Entdeckt von Günter Voss
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Von der Firma Loctite gibt's ein Produkt namens "GripTite". Laut Beschreibung kann damit soll das Durchdrehen des Sechskantschlüssels verhindert werden. Ob's wirklich funktioniert muß die Praxis zeigen.
| Fett oder mager ? 7-Oct-1998/Alois HAHN |
Wird ein neuer Heli das erste Mal gestartet so ist das schon eine spannende Sache. Der neue Motor ist noch nie gelaufen und der Vergaser ist weit weg von einer optimalen Einstellung.
Ist der Motor nach zahlreichen Startversuchen endlich angesprungen stirbt er auch schon wieder ab. Dies kann eine Reihe von Ursachen haben und es ist mitunter schwer zu sagen ob das Triebwerk zu viel oder zuwenig Sprit bekommen hat. Soll man den Vergaser nun in Richtung fett oder mager einstellen ?
Als kleine Hilfe drücke ich nachdem der Motor angesprungen ist den Spritschlauch für einige kurze Momente zu. Beginnt Motor gleichmäßiger zu laufen und steigt die Drehzahl, so ist die Vergasereinstellung zu fett, der Vergaser muß magerer eingestellt werden.
Stirbt der Motor bei zugedrücktem Spritschlauch sofort - ohne für einen kurzen Moment hochzudrehen - ab, so ist er zu mager eingestellt.
| Getriebeschmierung 18-Oct-1998/ Günter VOSS |
Alle kennen das Problem. Jedes Heckgetriebe verliert nach einer gewissen Zeit durch den Betrieb, bzw. durch eine gewisse Undichtheit der Getriebehälften einen Teil der Fett-Füllung.
Wenn man das Getriebe nun wieder mit Fett auffüllen will, muß man das Getriebe ausbauen, zerlegen, eventuell neu distanzieren, und anschließend vor dem Zusammenbau neu fetten. Auch muß man anschließend die Heckrotoranlenkung eventuell neu justieren.
Ich verwende schon seit langer Zeit einen Trick, wo ich mir diese Arbeiten erspare.
Ich setze auf der oberen Hälfte in der Mitte des Heckgetriebes ein Loch von 3,2 mm. In dieses Loch wird anschließend mit einem Gewindebohrer ein Gewinde von 4 mm geschnitten. In dieses Gewinde wird eine 4 mm Wurmschraube geschraubt. Dadurch kann ich mit einer geeigneten Spritze die Fettfüllung jederzeit auffüllen, ohne daß ich das Getriebe zerlegen muß.
| Tank undicht ? 25-Oct-1998/Alois HAHN |
Ich habe schon öfters erlebt, daß beim Erstflug des Modells der Tank undicht ist. Besonders bei Rumpfhubschraubern führt das zu schönen Überschwemmungen im Inneren des Modells.
Zu Vermeiden ist das mit einer Dichtheitsprobe vor dem Einbau. Das Tanksystem wird zusammengebaut und bis auf einen einzigen Schlauch werden alle Anschlüsse dicht gemacht. Dann wird das Ganze in Wasser getaucht und beim verbleibenden Anschluß wird der Tank etwas aufgeblasen. Anhand der aufsteigenden Luftblasen sind nun auch kleine Undichtheiten leicht zu lokalisieren.
Nach meiner Erfahrung gibt es die meisten Probleme bei Tanks mit Schraubverschlüssen, .. besser sind solche mit Gummipfropfen (KAVAN), die halten wirklich dicht.
Auf keine Fall sollte versucht werden ein Leck mit Silikon abzudichten, irgendwelche Silikonreste gelangen ins Tankinnere und landen dann irgendwann im Vergaser. Damit sind die nächsten Motorprobleme schon vorprogrammiert ...
Noch ein Tip - die Tankbeschläge sind zumeist aus Messing, unter dem Einfluß von Methanol und Nitromethan wird das Metall spröde und es können sich Risse bilden. Ich hatte einen Falle wo ein Messingrohr der Länge nach aufgerissen war. Allerdings war das Modell schon ein paar Jahre in Betrieb.
Wenn Messingteile verwendet werden, sollte man daher darauf achten daß diese verchromt sind.
| Getriebe-Distanzierung 27-Oct-1998/Günter Voss |
Viele Modellflugkollegen haben große Probleme bei der Distanzierung von Haupt,- und Heckgetriebe.
Das Getriebe wird nach den Angaben des Herstellers zusammengebaut. Dann wird ein Spiel im Getriebe festgestellt. Also das komplette Getriebe wieder zerlegen, Paßscheiben einlegen und wieder zusammenbauen. Dieser Vorgang wird solange gemacht, bis das Getriebe zu streng ist. Also wieder zerlegen und zerlegen ....
Ich verwende genauso Paßscheiben, aber diese werden genau in der Stärke der Welle aufgeschnitten. Dadurch kann ich die Distanzierung durch Einlegen bei zusammengebautem Getriebe erledigen. Die Zeitersparnis ist gewaltig. Die Scheiben halten auch eisern im Getriebe.
| Heli dreht sich beim Hochfahren 5-Feb-1999/Alois HAHN |
Beim Start auf Asphalt-bzw. Betonpisten kann es leicht passieren, daß der Heli beim Hochfahren der Drehzahl beginnt sich um die eigene Achse zu drehen. Das ist nicht nur unschön, sondern kann auch gefährlich sein, besonders für Anfänger.
Vermeiden läßt sich das Ganze einfach mit vier kurzen Silikonschlauchstücken welche über die Kufen des Landegestelles geschoben werden.
| Rotorblätter beim
Spureinstellen schlecht sichtbar ? 14-Apr-1999/Alois HAHN |
Ziel der Blattspureinstellung ist daß beide Rotorblätter im gleichen Maß zum Auftrieb beitragen. Bei richtiger Einstellung laufen die Blattspitzen in der gleichen Spur, also in genau der gleichen Bahn und damit auf gleicher Höhe. Ist die Spur falsch eingestellt läuft ein Blatt höher als das andere. Zur Korrektur wird nun das Ansteuergestänge der höher laufenden Blattes verkürzt bzw. das des niedriger laufenden Blattes verlängert.
Damit man erkennen kann welches Blatt nun falsch läuft, verwende ich kleine Streifen (etwa 20 x 10mm) aus selbstklebender Folie. Auf die Vorderkante des einen Blattes kommt ein Streifen in "leucht grün", das andere wird mit "leucht rot" markiert. Den Abstand zu den Blattenden wähle ich leicht unterschiedlich.
Durch die komplementären Leuchtfarben und den leichten Versatz ist die Blattspur viel besser erkennbar als mit den üblichen rot/schwarzen Streifen.
Noch eines, ein Blattgriff sollte besonders markiert werden damit beim nächsten Mal die Blätter wieder gleich montiert werden :-)
| Schraubensicherung in Kunststoff 19-Apr-1999/VOSSI |
Zur Sicherung von Schrauben verwenden alle Heli-Piloten Loctite Blau. Dieses ist aber nur bei Metall-Metall Verbindungen einsetzbar. Für Kunststoff-Metall bzw. Kunstoff-Kunststoff Verbindungen gibt es von Tamiya Liquid Threadlock Bestellnummer TP-4. Damit kann man sämtliche Schrauben, welche in Kunststoff eingeschraubt werden sichern. Auch Schrauben, welche sich bereits leicht durchdrehen kann man damit noch sichern.
| Spannungs- und Vibrationsrisse
in Kunststoffhauben 19-Apr-1999/VOSSI |
Zur Vermeidung von Rissen in der Kunststoffhaube bei Trainern klebe ich einen Streifen Glasgewebeband mit Superkleber auf die Innenseite der Haube im Bereich der Fixierungslöcher bzw. auf der Innenseite der Umrandung der Haube. Dadurch wird die Haube genau an den Stellen verstärkt, wo Risse entstehen können. Auch bereits eingerissene Hauben können mit dieser Methode repariert werden.
Anstelle des Glasgewebes kann man an der Innenseite der Haubenumrandung auch Kohle Rovings verwenden, diese lassen sich besser in die Kanten legen.
| Sinterpendel verlöten 1-Sep-1999/W. Hasenzagel, A.Hahn |
Bei Sinter-Tankpendel kann sich nach einiger Zeit das Anschlußrohr vom eigentlichen Sinterteil trennen. Motorabsteller aufgrund mangelnder Spritversorgung sind vorprogrammiert.
Abhilfe bzw. Vorbeugung: Verlöten des Sinterpendelanschlusses mit normalen Weichlot wie es in der Elektronik verwendet wird.
| Kohlefaserteile entgraten 30-Sep-1999/G.Voss |
Kohlefaser-Platten, speziell Seitenteile haben die unangenehme Eigenschaft, daß sie an den Schnittkanten sehr scharfkantig sind. Dadurch können Spritschläuche, Kreisel-Leitungen und Servokabel eventuell angeritzt bzw. durchtrennt werden.
Abhilfe bringt, wenn man diese Teile an den Schnittkanten mit Schleifpapier (Körnung 120) minimal rundet.
| Aufkleber lackieren 30-Sep-1999/G.Voss |
Aufkleber werden mit der Zeit sehr unschön, da sie vergilben, einreißen oder zerkratzt werden. Abhilfe bringt nach ufbringen der Aufkleber ein Überzug der Haube mit Klarlack.
| Heckrotor
Schiebehülse nicht schmieren 19-April-2000/A.Hahn |
Bei vielen Fabrikaten werden die Heckrotorblätter mittels einer Schiebehülse aus Messing auf der Heckrotorwelle verstellt. Für optimale Funktion der Heckrotorkreisels und der Lebensdauer der Heckservos zuliebe sollte diese Hülse mit möglichst wenig Widerstand laufen. Leider sammelt sich ein der Praxis eine Menge Staub und Schmutz, welcher diese Hülse dann immer mehr einbremst. Auch Öl bzw. Fett, das eigentlich der Schmierung dienen sollte, wirkt hier als Schmutzfänger.
Ich bin einfach dazu übergegangen beide Teile, Welle und Innenseite der Hülse, gut zu reinigen und fettfrei zu machen. Da die Hülse so wie so mit der Heckrotorwelle mitläuft ist das kein Problem. Mit dieser Maßnahme wird die Anlenkung richtig leichtgängig.
Wer nicht gänzlich auf die Schmierung verzichten will kann die Welle auch mit dünnflüssigem Öl benetzen, aber wirklich nur benetzen.
Bei dieser Gelegenheit sollte man auch gleich die Leichtgängigkeit der Heckrotorblattlager prüfen. Eingelaufene bzw. schwergängige Lager in den Blattgriffen sind oft Ursache für "komische" Eigenschaften des Heckrotors. Typische Symptome sind unpräzises Steuerverhalten, Wegdrehen des Hecks beim Abheben bzw. beim Aufsetzen und Unsensibilität bei der Einstellung des Drehmomentausgleichs (DMA).
| Blattlager als
Problemverursacher ? 19-April-2000/A.Hahn |
Die Wichtigkeit von Präzision und Leichtgängigkeit der Blattlager, sowohl von Hauptrotor als auch Heckrotor, wird sehr oft unterschätzt.
Durch schwergängige Lager wird die Steuerfolgsamkeit stark beeinträchtigt. So kann es vorkommen daß die Pitchverstellung nur mehr ungenau möglich ist, Pitchkorrekturen und zyklische Verstellungen werden nur unwillig angenommen, auch kann es zu Spurlaufproblemen und Vibrationen kommen.
Ein untrügliches Zeichen für schadhafte Drucklager ist auch die Tatsache daß sich die beobachteten Probleme bei hohen Drehzahlen verschlimmern.
Auch eine starke Windempfindlichkeit des Rotor kann durch schwergängige Blattlager verursacht werden. Man braucht sich ja nur vorstellen daß der Hilfsrotor mit der Paddelstange bei einer Windböe den Hauptrotor möglichst schnell und genau nachkorrigieren muß.
Zur Kontrolle der Lager muß der Blattgriff zerlegt und die Lager einzeln geprüft werden. Es genügt nicht, bei zusammengebauten Rotor einfach die Beweglichkeit zu prüfen.
Unter Betriebsbedingungen lastet auf den Lagern eine Längskraft von 100-200 Kilo (um präsise zu sein, 1000-2000 Newton), bei kleinsten Problemen kann die erforderliche Steuerkraft so groß werden daß die Taumelscheibenservos nicht mehr dagegen ankommen.
Zur Überprüfung nehme ich das Lager am Außenring und drücke mit dem Zeigefinger leicht gegen den Innenring und drehe diesen leicht hin und her. Das Lager muß "butterweich laufen", spürt man eine Rauhigkeit ist das Lager unbrauchbar und kommt sofort in den Mist. Gleiches gilt auch für die Drucklager, sehr oft besitzen diese Druckstellen in der Lauffläche, da die Kugeln nicht wirklich laufen sondern immer an der selben Stelle hin und her laufen.
Sogar ein Überdrehen des Rotors bei einer "schärferen" Autorotation kann die Lager beschädigen.
| Reparatur von Kunststoffhauben 27-Juli-2002/A.Hahn |
Oft wird bei einem Crash die Kabinenhaube beschädigt, diese kann natürlich gegen eine neue getauscht werden. Falls man nicht absoluten Wert auf die äußere Schönheit des Helis legt, kann man angesichts des Preises für solche Hauben auch eine kostengünstigere Alternative wählen.
Mit Schere, Superkleber, Beschleuniger und etwas Kohlerovings kann man Kunststoffhauben leicht reparieren. Ein kurzes Kohlefaserstück abschneiden und an der Innenseite der Haube quer über den Riß, danach mittelflüssigen Superkleber darauf tropfen lassen bis die Fasern durchtränkt werden und das ganze richtig in Superkleber schwimmt. Nun kurz mit dem Beschleuniger einnebeln und abwarten. Nach ein paar Sekunden kann der nächste Riß in Angriff genommen werden.
Vorsicht beim Umgang mit dem Superkleber, abfließender Kleber verklebt alles, z.B. Finger, Hose, Tisch usw.
Diese Methode eignet sich auch zur Vorbeugung gegen Vibrationsrisse.
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| Langlebiger
Schleifblock 27-Juli-2002/A.Hahn |
Ich hab festgestellt daß herkömmliche Schleifpapier auf einem Schleifblock nicht besonders lange verwendbar ist. Viel besser eignet sich Schleifpapier wie es für Bandschleifmaschinen verwendet wird, dieses ist extrem strapazierfähig und langlebig.
Das Schleifpapier bekommt man bei jedem Baumarkt, oder bei jeden modellbaufreundlichen Tischler.
Der Schleifblock wird einfach aus einem passenden Stück Spanplatte (ebenfalls vom Tischler) hergestellt. Das Schleifpapier einfach mit Holzleim auf dem Block verkleben, auf der Rückseite nimmt man am besten eine andere Körnung.
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